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Kanu-Klub Börde Magdeburg e.V.

Die Alte Elbe

Unsere größte Herausforderung: Die Versandung der Alten Elbe

Die zunehmende Versandung der Alten Elbe stellt uns als Kanu-Klub in Magdeburg vor erhebliche Herausforderungen. Der sinkende Wasserstand erschwert es zunehmend, unseren Sport auf der Alten Elbe auszuüben. Dies betrifft nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch viele andere Wassersportler und Touristen, die die Region besuchen. Seit 2013 wurden keine Sedimententnahmen mehr durchgeführt, was die Lage weiter verschärft. Für unsere rund 100 aktiven Mitglieder, darunter 40 Kinder und Jugendliche, ist der Wassersport teilweise gar nicht mehr möglich. Insgesamt sind mehrere Hundert Sportlerinnen und Sportler betroffen.

In einem gemeinsamen Schreiben vom 28. September 2022 forderten die Anlieger der Alten Elbe das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe (WSE) auf, die 2021 im Bundeswasserstraßengesetz gestärkten Rechte der Sport- und Freizeitschifffahrt auch hier anzuwenden. Konkret geht es um die Wiederherstellung und Erhaltung der Schiffbarkeit für Sport- und Freizeitschifffahrt.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) sieht jedoch in ihrem Schreiben vom 11. Juni 2024 keine Verpflichtung, den Bereich oberhalb der Wehranlage Cracau zu baggern. Wir als Betroffene widersprechen dieser Ansicht und führen folgende Argumente an:

  1. Schiffbarkeit und Verkehrsnutzung:
    Auch wenn die Alte Elbe nicht von Berufsschifffahrt genutzt wird, ist sie für Wassersportler wie Kanuten, Ruderer und Segler von großer Bedeutung. Das Bundeswasserstraßengesetz spricht von der allgemeinen Erhaltung der Schiffbarkeit, die auch den Wassersport umfassen sollte. Die Alte Elbe ist eine Bundeswasserstraße, und es gibt keine Einschränkung auf bestimmte Nutzungsarten.

  2. Verkehrsbezug der Alten Elbe:
    Die regelmäßige Nutzung durch Wassersportler stellt einen Verkehrsbezug her, der nicht vernachlässigt werden darf.

  3. Erhaltung des Wasserabflusses:
    Sedimentansammlungen beeinträchtigen langfristig den Wasserabfluss, gefährden die ökologische Funktionsfähigkeit des Gewässers, den Hochwasserschutz und die Nutzung durch Wassersportler.

  4. Ökologische Funktionsfähigkeit:
    Nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ist die Erhaltung der ökologischen Funktionsfähigkeit von Gewässern von großer Bedeutung. Sedimententnahmen könnten notwendig sein, um die biologische Vielfalt und die Wasserqualität in der Alten Elbe zu sichern und negative ökologische Folgen zu verhindern.
  5. Prester See:
    Der Prester See und die Alte Elbe stehen in einem ökologischen Zusammenhang. Eine Vernachlässigung der Sedimententnahme in der Alten Elbe hat negative Auswirkungen auf den Prester See und andere verbundene Gewässer. Eine ganzheitliche Betrachtung ist naturschutzrechtlich erforderlich.

Keine Behörde fühlt sich zuständig, was machen wir nun?

Es ist notwendig, dass die zuständigen Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene gemeinsam mit den Betroffenen regelmäßig zusammenarbeiten, um eine nachhaltige Lösung zu finden. Ein solcher Austausch fehlt bisher, weshalb dies ein wichtiger Schritt wäre. Politische Gespräche sind ebenfalls erforderlich.

Neben dem Sport sind Sedimentarbeiten auch für den Hochwasserschutz, den Erhalt der Natur und den Prester See wichtig. Ohne ausreichend Wasser verliert die Region ihren Lebensraum für Flora und Fauna sowie ihren Freizeitwert.

Unser Ziel ist es, die Alte Elbe als Natur- und Wassersportgebiet zu bewahren.

Gemeinsam können wir die Alte Elbe wieder zu einem Ort machen, an dem wir alle unbeschwert paddeln und die Natur genießen können!

KURZ:

Die Versandung der Alten Elbe bedroht unseren Wassersport und die Natur. Wir setzen uns für regelmäßige Sedimentarbeiten ein, um die Schiffbarkeit für Sport- und Freizeitschifffahrt, den Hochwasserschutz und die ökologische Funktionsfähigkeit zu sichern. Ein behördenübergreifender Austausch auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene und politische Unterstützung sind dringend notwendig, um eine nachhaltige Lösung zu finden.